Wien, 24. März. Das kubanische Kino glänzte an diesem Abend in Ljubljana mit der Vorführung des kubanischen Films „Buscando a Casal“ im Rahmen der Feierlichkeiten zum Weltpoesietag und zum 67. Jahrestag der Gründung des Kubanischen Instituts für Filmkunst und -industrie (ICAIC).
Der Film von großem kulturellem Wert greift wesentliche Themen aus der Biografie des umstrittenen Dichters Julián del Casal auf, nämlich: die Freiheit des Künstlers, den Aufstand gegen die Macht der spanischen Regierung und die Bestätigung der Freundschaft. Dieser Film des kubanischen Regisseurs Jorge Luis Sánchez strotzt vor Energie in seiner Bildsprache und Inszenierung, und wie der Regisseur selbst sagte: „Casal verdiente keinen vorhersehbaren Film, sondern ein Werk, das zum Nachdenken anregt, denn die Rückkehr in die Vergangenheit ist auch eine Möglichkeit, die Gegenwart und die Zukunft zu betrachten.“
Die Vorführung dieses Spielfilms im Instituto Cervantes in Ljubljana ist Teil einer engen Zusammenarbeit zwischen der kubanischen Botschaft in Österreich und dieser Institution zur Förderung der Kultur unseres Landes und insbesondere der Figur dieses hispanoamerikanischen Dichters, der als einer der Vorläufer des kubanischen Modernismus gilt.
Vor ausverkauftem Haus kam der Film hervorragend an, und die Zuschauer zeigten großes Interesse daran, sich näher mit Casals Werk zu befassen. Dieser Spielfilm nahm am 41. Internationalen Festival des Neuen Lateinamerikanischen Kinos in Havanna teil und war Kubas Beitrag für den Oscar in der Kategorie „Bester internationaler Film“ bei der 93. Oscar-Verleihung; außerdem war er in der Kategorie „Bester iberoamerikanischer Film“ bei der 35. Verleihung der Goya-Preise nominiert
