31. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz ruft aus Berlin zur Solidarität mit Kuba auf

Berlin, 12. Januar 2025.- Am vergangenen Samstag, dem 10. Januar, fand in Berlin die 31. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz statt, die linke und progressive Kräfte Europas zu einer Veranstaltung zusammenbringt, an der mehr als 3500 Menschen teilnehmen und weitere 20 000 über Internet-Livestreaming erreicht werden. Die von der marxistischen Tageszeitung junge Welt organisierte Veranstaltung hatte unter anderem den Aufruf zur Solidarität mit dem sozialistischen Kuba zum Thema.

Der erste Redner der Konferenz, Manuel Pineda, Mitglied der Abteilung für internationale Beziehungen der Kommunistischen Partei Spaniens, präsentierte ausführlich die Politik des Wirtschaftskriegs, der Kuba seit mehr als 60 Jahren durch die Vereinigten Staaten ausgesetzt ist, mit der Verhängung der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade und der Verschärfung der Blockade-Gesetze in den letzten Jahren sowie mit der Aufnahme Kubas in die Liste der Staaten, die den Terrorismus unterstützen, was Auswirkungen auf alle wirtschaftlichen und sozialen Bereiche der Insel hat. Er betonte, dass damit das Land stranguliert und der frustrierte Wunsch nach einem Regimewechsel erreicht werden soll. Darüber hinaus unterstrich er die aktuelle Gefahr, der Kuba durch den neuen faschistischen und imperialistischen Angriff der Regierung von Donald Trump auf Venezuela und ganz Lateinamerika ausgesetzt ist, und rief dazu auf, die Kräfte für die kubanische Sache zu bündeln: „Kuba hat uns immer gegeben und wird niemals etwas von uns verlangen, aber wir müssen uns unseren kubanischen Brüdern, Schwestern und Genossen zur Verfügung stellen. Und so muss es immer sein, bis zum endgültigen Sieg. Vaterland oder Tod. Wir werden siegen!”, rief er.

Am Ende seiner Rede gab der Chefredakteur von junge Welt, Nick Brauns, unter großem Beifall bekannt, wer in diesem Jahr den Rosa-Luxemburg-Preis erhält. Brauns teilte mit, man habe sich bei dieser zweiten Verleihung des Preises entschlossen, Aleida Guevara für ihr Engagement und ihr Wirken als Ärztin und Botschafterin des projekts der sozialistischen Kubas auszuzeichnen. Er fügte hinzu, dass mit ihr auch das kubanische Volk, ein Vorbild wegen seines Kampf- und Widerstandsgeistes geehrt werde. Der Preis wird im kommenden April im Rahmen einer Veranstaltung im Kino Babylon im Zentrum Berlins verliehen.

Parallel dazu nahm der zweite Missionschef der kubanischen Botschaft, Miguel Torres Tesoro, an einer Podiumsdiskussion teil, die von der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands (SDAJ) und der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba im Rahmen der Kampagne UnblockCuba organisiert wurde. Der Diplomat gab einen Überblick über die aktuelle Lage des Landes und erläuterte, unter welchen Bedingungen die Insel in den Bereichen Bildung, Kultur, Wissenschaft, insbesondere Medizin, und Sport herausragende Leistungen erbringen konnte, was den Wert des kubanischen revolutionären Sozialismusprojekts unter Beweis stellt. Maya, Vertreterin der SDAJ, und Petra Wegener, Bundesvorsitzende der FG BRD-Kuba, erläuterten, warum es wichtig ist, Solidarität mit Kuba zu üben. Sie gingen näher auf die Möglichkeiten ein, sich über die Organisationen und Vereine der Solidaritätsbewegung mit Kuba in Deutschland zu informieren, und stellten die aktuellen Projekte vor, die sie im und mit dem karibischen Land entwickeln. Am Ende drückten mehrere Personen unter den mehr als 150 Anwesenden, überwiegend jungen Menschen, den Organisatoren ihr Interesse aus, sich in Solidaritätsaktionen mit Kuba zu engagieren.

Am Nachmittag nahm die Botschafterin Kubas in der BRD, Juana Martínez González an der zentralen Veranstaltung teil, wo alle Anwesenden sich um die Bühne des Hauptsaals versammelten, um ihre Solidarität mit Kuba, Venezuela und Palästina zu bekunden. Vor einem zahlreichen erwartungsvollen Publikum und nach den Reden des Ministerrates der venezolanischen Botschaft, Martin Saadtjian, und des palästinensischen Vertreters hielt die kubanische Diplomatin eine emotionale Rede mit einem eindringlichen Aufruf zum Frieden. Zunächst erinnerte sie an die Aktualität der Ideen Fidel Castros im Jahre des Jubiläums seines hunderten Geburtstags, als er erklärte: „Seit Anbeginn der Menschheit sind Kriege im Wesentlichen aus einem Grund entstanden: dem Wunsch einiger, andere ihrer Reichtümer zu berauben. Verschwindet die Philosophie der Ausbeutung, verschwindet auch die Philosophie des Krieges!“ Dies zeige sich in der aktuellen Situation in Lateinamerika nach der militärischen Aggression gegen die Schwesterrepublik Venezuela und der Entführung ihres Präsidenten Nicolás Maduro Moros, einem Akt des Staatsterrorismus und der völligen Missachtung des Völkerrechts und der Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen. Dies zeige sich auch in der Politik des maximalen Drucks, dem Kuba seit mehr als 60 Jahren ausgesetzt sei, mit der Verhängung einer eisernen Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade durch die Vereinigten Staaten und die Aufnahme der Insel in die Liste der Staaten, die den Terrorismus unterstützen, was das Land in einen täglichen Kampf gegen die „stillen Bomben” des Mangels an Medikamenten, Lebensmitteln und der finanziellen Verfolgung nicht nur des Landes, sondern aller, die mit Kuba zusammenarbeiten oder Handel treiben wollen, gestürzt habe, wobei die überwältigende Verurteilung durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen seit mehr als 30 Jahren in Folge ignoriert werde. Die einzige Rechtfertigung dafür, so Martínez González, sei die souveräne Entscheidung Kubas, seine Unabhängigkeit und Souveränität ohne Einmischung von außen zu bewahren. Sie bekräftigte jedoch, dass Kuba trotz der Schwierigkeiten und des Drucks mit der Einheit und dem Widerstand des Volkes und mit der Unterstützung und Solidarität aller fortschrittlichen Kräfte vorankommen werde. In ihrer Rede bekräftigte sie erneut das Engagement Kubas für die Verteidigung des Friedens und die Ablehnung von Krieg und der Anwendung und Androhung von Gewalt zur Lösung von Konflikten. Zu Ende ihrer Rede unterstrich sie die Bedeutung dieses Treffens, das zeige, dass die progressiven Kräfte nicht aufgegeben hätten, das zu erreichen, was Comandante en Jefe Fidel Castro als „den goldenen Traum der Menschheit und Sehnsucht der Völker in jedem Moment der Geschichte” und „die heiligste Pflicht aller Menschen, unabhängig von ihrer Religion oder ihrem Geburtsland, ihre Hautfarbe, ihr Alter oder ihre Jugend” definiert hat: den Frieden. Unter viel Beifall ertönte der Ruf des Publikums: „Viva Cuba Socialista!“ („Es lebe das sozialistische Kuba!”).

Den ganzen Tag über war an den Informationsständen verschiedener Organisationen des Netzwerks der Solidarität mit Kuba in Deutschland, vom Podium aus oder im Austausch mit den Teilnehmern zahlreicher Nationalitäten einmal mehr die internationale Unterstützung für das souveräne kubanische Projekt zu spüren und es wurde klar, wie Kuba immer noch ein Leuchtturm für die progressiven Kräfte der Welt darstellt.

Embacuba Alemania

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