Berlin, 20. Juli 2026. – „Die Fiesta de Solidaridad ist nicht nur ein Fest, sondern auch ein politisches Statement. In einer Welt, in der Konkurrenz, Profitdenken und Abschottung dominieren, setzen wir auf das Gegenteil: auf Zusammenarbeit, Menschlichkeit und Solidarität. Kuba steht exemplarisch für diesen anderen Weg. Trotz widrigster Bedingungen zeigt das Land, dass Bildung, Gesundheit und soziale Sicherheit keine Waren sein müssen, sondern Rechte für alle. Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, diese Perspektiven sichtbar zu machen und zu stärken. Solidarität ist keine Einbahnstraße – sie lebt vom Mitmachen, vom Engagement und vom gemeinsamen Handeln.“ So rief die Arbeitsgruppe Cuba Sí der Partei Die Linke zum traditionellen Fest der Solidarität mit Kuba anlässlich des 26. Juli in ihrer Ausgabe 2026 auf. In diesem Jahr gewinnt die Veranstaltung besondere Bedeutung. Sie zeigt die Unterstützung für die Insel seintens der Solidaritätsbewegung mit Kuba in Deutschland angesichts der verschärften Energie- und Wirtschaftsblockade der US-Regierung, die bereits einen Akt des Krieges und des Völkermords gegen das kubanische Volk darstellt.
Bild Jens Schulze
Mehr als 3.000 Menschen versammelten sich im Parkaue im Berliner-Lichtenberg. Zahlreiche Solidaritätsvereine mit Kuba sowie in Deutschland lebende Kubaner richteten zahlreiche Informationsstände ein und sammelten Spenden, unter anderem für die Kampagne „Energie für die Revolution“, die von Cuba Sí während ihres Bundestreffens im vergangenen März ins Leben gerufen wurde. Vertreten waren dort Cuba Sí und mehrere ihrer regionalen Gruppen, die Partei Die Linke und ihre Jugendorganisationen, die Deutsche Kommunistische Partei (DKP), das Netzwerk-Cuba, die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, der Verein der in Deutschland lebenden Kubaner La Estrella, die Tageszeitung junge Welt, die Initiative GewerkschafterInnen für Kuba, der Verein zur Förderung alternativer Energien in der Karibik e.V. (KarEn), die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ), die Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba sowie zahlreiche Solidaritätsorganisationen mit Lateinamerika, die Pro-Palästina-Bewegung und andere progressive Bewegungen. Alle vereint in einem gemeinsamen Ziel: zu zeigen, dass Kuba nicht allein ist.
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Einer der Höhepunkte des Programms, das am vergangenen Samstag, dem 18. Juli, von 14:00 bis 20:00 Uhr stattfand, war die Podiumsdiskussion über die aktuelle Lage in Kuba mit Beiträgen von Juana Martínez González, der Botschafterin Kubas in Deutschland, und Ines Schwerdtner, der kürzlich wiedergewählten Co-Vorsitzenden der Partei Die Linke. Die kubanische Diplomatin bedankte sich für die zahlreichen Solidaritätsbekundungen und betonte, dass jeder, der heute Kuba unterstützt, jede gerechte Sache unterstützt; denn die aggressive und imperialistische Politik, die die Regierung der Vereinigten Staaten gegenüber Kuba betreibt, sei kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines hegemonialen Anspruchs, der darauf abziele, das Recht des Stärkeren durchzusetzen – in einer Welt, in der der Respekt vor dem Völkerrecht, sowie die Achtung der Souveränität, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der Staaten Vorrang haben sollten. Sie betonte zudem, dass dort, wo Regierungen an ihre Grenzen stoßen, die Völker nicht aufgehalten werden können, und dass es genau diese Völker auf allen fünf Kontinenten, sogar in den Vereinigten Staaten selbst, sind, die sich heute zur Verteidigung Kubas erheben. Und so erhält Kuba all die Solidarität zurück, die es im Laufe der Geschichte des revolutionären Prozesses geleistet hat und die es auch weiterhin in verschiedenen Ländern der Welt leistet. Denn Kuba ist und bleibt ein friedliches Land und der revolutionären Projekt Kubas wird auch weiterhin ein humanistisches Projekt zur Verteidigung der Grundrechte des Menschen sein, das niemals eine Bedrohung für die Vereinigten Staaten dargestellt hat und auch niemals darstellen wird. Was die Zukunft der Arbeit der Solidaritätsbewegung mit Kuba angeht, wünsche sie sich nur Einheit, denn nur mit der gemeinsamen Kraft aller kann dieser Politik Einhalt geboten werden, deren einziges Ziel darin bestehe, die Völker zu unterwerfen, bekräftigte sie.
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Ines bekräftigte ihrerseits die bedingungslose Solidarität mit Kuba, die bereits in einer Resolution zum Ausdruck kam, die die Delegierten des kürzlich im Juni abgehaltenen Parteitags der Linken verabschiedet hatten. Sie hob einige der Aktionen hervor, in denen sich diese Solidarität bereits gezeigt hat, wie die Demonstration am 28. Juni vor der US-Botschaft, die Unterstützung der Kampagne „Energie für die Revolution“ und dieses Fest selbst, das bereits zur Tradition geworden ist. Sie gratulierte insbesondere Cuba Sí zu ihrem 35-jährigen Jubiläum, das in diesem Monat Juli begangen wird.
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Dieser Glückwunsch wurde von der kubanischen Botschafterin geteilt. Sie verlas eine zu diesem Anlass von Fernando González Llort, dem Präsidenten des Instituts für Völkerfreundschaft (ICAP), übermittelte Botschaft und überreichte Ines und Cuba Sí anlässlich ihres 35-jährigen Jubiläums offiziell eine Auszeichnung der kubanischen Institution.
Juana Martínez tauschte sich zudem im Rahmen einer Podiumsdiskussion über die Rolle der Jugend in den aktuellen Kämpfen der linken Bewegungen mit den anwesenden Jugendorganisationen, einigen der jungen Menschen, die im Rahmen der seit drei Jahren von Cuba Sí organisierten Austauschbrigaden Kuba besucht haben, sowie dem anwesenden Publikum aus. An der Podiumsdiskussion nahm auch Naisan Raji teil, Teilnehmerin der Brigade 2025 und derzeit Mitglied des Parteivorstands von Die Linke. Auf sehr bewegende Weise sprach Naisan über die Bedeutung der Brigaden und darüber, wie die in Kuba gemachten Erfahrungen, der Austausch mit den Jugendorganisationen, mit der Bevölkerung im Allgemeinen und das Erlebnis der kubanischen Realität ihr grundlegende Werte für die Kämpfe der Jugend- und Studentenbewegung in Deutschland vermittelt haben. Sie betonte, dass diese Initiative fortgesetzt und sogar auf andere Jugendbereiche ausgeweitet werden solle und dass die gewonnenen Erfahrungen in Aktionen an deutschen Universitäten und Bildungseinrichtungen schon Einklang gefunden haben.
Die kubanische Botschafterin hob hervor, dass junge Menschen ein grundlegendes Element seien, da sie die Zukunft jedes Prozesses und jedes Kampfes darstellten. Sie betonte, dass ihr Handeln vor allem in der Gegenwart von entscheidender Bedeutung sei, denn ohne den Kampf der Gegenwart könnten wir jene Zukunft der sozialen Gerechtigkeit nicht erreichen, nach der die fortschrittlichen Bewegungen der Welt streben.
Ein weiteres Thema von großem Interesse wurde auf der Hauptbühne vom kubanischen Professor Dany Oliva, Dekan der Fakultät für Mechanik der Technischen Universität Havanna, angesprochen. Er stellte dem Publikum die aktuelle Lage des kubanischen Energiesystems, dessen Komplexitäten und die Maßnahmen vor, die das Land trotz der Energieblockade ergreift, um die derzeitige Krise zu überwinden. Er bedankte sich für alle Initiativen der Solidaritätsbewegung, die dazu beitragen, die Infrastruktur zur Stromerzeugung auf der Grundlage erneuerbarer Energien, vor allem der Photovoltaik, zu stärken.
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Das Fest bot zudem ein sehr abwechslungsreiches Kulturprogramm. Neben lokalen Bands wie Afrikadelle, Tino Eisbrenner, Mellow Mark und Unión Latina traten die kubanischen Künstler Mariela Santana und Tony Ávila auf. Letztere zeigten die perfekte Symbiose unserer Völker durch die Kultur in einem gemeinsamen Auftritt mit Tobias Thiele, einem deutschen Förderer enger künstlerischer und solidarischer Beziehungen zu Kuba, und César Guzmán, chilenischem Liedermacher ansässig in Brüssles.
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Erneut wurde die Parkaue zu einem Zentrum internationaler Begegnungen, politischer Diskussion und gelebter Solidarität. Und erneut zur Verteidigung dieser kleinen Karibikinsel, deren Bevölkerung jeden Tag heldenhafte Kapitel des Widerstands schreibt, um ihre Souveränität und Unabhängigkeit zu bewahren.
Embacuba Alemania










