„Canto por Cuba“, Solidaritätskonzert im Zentrum von Berlin

Berlin, 25. Mai 2026. – Bewegend – es gibt kein besseres Wort, um zu beschreiben, was wir rund 350 Besucher des Solidaritätskonzerts am vergangenen Freitag erlebt haben, das von der Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba, ihrer Vorsitzenden Jutta Kausch und dem argentinisch-deutschen Gitarristen und Liedermacher Pablo Miró organisiert wurde. Besonders bewegend war es für die Vertreter der kubanischen Botschaft in Deutschland, angeführt von der Botschafterin Juana Martínez González. Dem Aufruf schlossen sich der chilenische Troubadour Nicolás Miquea, der Rapper afrikanischer Herkunft konTa, die deutsche Sängerin Caro Kunde und die in Frankfurt am Main lebende Kubanerin Nicky Márquez mit ihrem Trio Cuba an. Alle traten ehrenamtlich an, vereint in dem Bestreben zu zeigen, dass Kuba nicht allein ist.

Fast drei Stunden lang führte Jutta die Anwesenden mit Texten aus eigener Feder und von anderen Intellektuellen durch das, was Kuba für viele bedeutet, und wie dringend und notwendig es ist, Solidarität mit der Insel zu bekunden – nicht nur in Worten, sondern durch Taten, die mit der Unterstützung aller rechtschaffenen Männer und Frauen dazu führen, mehr als sechs Jahrzehnte einer grausamen Politik der wirtschaftlichen Erstickung seitens der US-Regierung gegen Kuba zu beenden. Sie erinnerte an ihren ersten Besuch auf der Karibikinsel und bemerkte: „Ich schrieb damals in mein Tagebuch: Der neue Mensch, von dem so oft gesprochen wird, der die Welt tatsächlich verändern kann zum Guten, hier hat er eine Chance, sich zu entwickeln.‘“

In Erinnerung an die Geschichte der Solidarität, die Kuba stets gezeigt hat, hat sie einen aktuellen Artikel des tansanischen Schriftstellers Muhemsi Mwakihwelo zitiert: „Viele Nationen in Afrika und im Globalen Süden haben von der kubanischen Solidarität in Bildung, Medizin und Befreiungskämpfen profitiert. Tausende afrikanischer Studierender haben in den letzten fünf Jahrzehnten Stipendien erhalten, um an kubanischen Universitäten Medizin und Ingenieurwesen zu studieren. (…) Es ist also eine moralische, politische und historische Verpflichtung für die Menschen im Globalen Süden, sich nicht nur besorgt zu zeigen, sondern die volle Verantwortung für die Bekämpfung der imperialistischen Unterdrückung Kubas zu übernehmen. (…) Das ist die Menschheit Kuba schuldig.“

Was das Wesen der Kubaner und ihre Widerstandsfähigkeit angeht, erinnerte sie an das, was die Deutsche Inge Viett in ihrem Buch „Cuba libre bittersüß“ aus dem Jahr 1999 schrieb, das dennoch so aktuell ist: „Ich reise nach Kuba. Zu den Menschen, von denen mir Alejo Carpentier erzählt: ‚Hier hast du sie, sie singen...!  ... hier werden sich die Lebensmittelläden leeren, die Fahrzeuge werden auf der Straße stehen bleiben, weil es keinen Sprit mehr geben wird;...es wird schwierig werden, (...) und sie werden weiter singen... ‘ Unter unseren Augen entsteht ein neuer Mensch. Ein Mensch, der, geschehe was wolle, die Angst vor dem kommenden Tag verloren hat (...) Wer mit Kuba nicht solidarisch sein kann, dem unterstelle ich, keine Liebe, keine Leidenschaft, keinen Willen zum Widerstand gegen die imperialistische Weltordnung zu haben.“

Abschließend las sie die Forderung einer Kubanerin in einem Brief an die Menschheit: „Kuba bittet nicht um Almosen. Kuba bittet nicht um Soldaten. Kuba bittet nicht um eure Liebe. Kuba bittet um Gerechtigkeit. Nicht mehr. Nicht weniger. Ich bitte Sie, das Leiden meines Volkes nicht länger zu verharmlosen. Ich bitte Sie, die Blockade beim Namen zu nennen: VERBRECHEN GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT.“

Die kubanische Botschafterin dankte den Anwesenden und der Solidaritätsbewegung mit Kuba in Deutschland für die vielen Zeichen der Unterstützung und der Liebe gegenüber unserem Land. Sie bekräftigte, dass Kuba ein friedliches Land sei, das niemals eine Bedrohung für irgendein Land dargestellt habe und das lediglich das soziale Projekt aufbauen wolle, das es souverän für seine Gegenwart und Zukunft gewählt habe. Und sie schloss: „Kuba ist ein friedliches Land, aber wenn dieser Frieden, wenn unsere Souveränität und unsere Unabhängigkeit bedroht sind, werden wir sie bis zum bitteren Ende verteidigen.“

Die Künstler begeisterten das Publikum mit lateinamerikanischen und eigenen Liedern und Werken der traditionellen kubanischen Musik. Alle verband das Loblied auf Freundschaft, Solidarität, den Aufruf zum Antiimperialismus, die Einheit unter den Völkern und den Kampf für eine gerechtere Welt.

Die Veranstaltung war nicht nur ein Zeichen politischer und geistiger Solidarität, sondern auch konkreter Solidarität. Der gesamte Erlös des Konzerts fließt in ein Projekt zur Ausstattung der Kredit- und Dienstleistungsgenossenschaft (CCS) Juanelo Casanueva in Pinar del Río mit einer Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung für die Lebensmittelproduktion.

Embacuba Alemania

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Solidaridad
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