Die Ernährungslage und die Würdigung an Fidel Castro zu seinem 100. Gerbutstag prägten die Protestwache am Dienstag und Mittwoch in Berlin

Berlin, 18. September 2026. – Die Protestwache vor der US-Botschaft in Berlin für ein Ende der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gegen Kuba und gegen eine militärische Intervention auf der Insel setzte ihre Aktivitäten am 15. und 16. September fort.

 Foto Andrea Kähler

Am Dienstag, im Rahmen der zentralen abendlichen Veranstaltung, erläuterten Justo Cruz, ein in Deutschland lebender Kubaner und Mitglied der Bundeskoordinierungsgruppe von Cuba Sí, sowie Monika Schierenberg als Vertreterin von EcoMujer die enormen Folgen, die die Verschärfung dieser völkermörderischen Politik – die seit Januar durch eine strenge Energieblockade noch verschärft wurde – für die landwirtschaftliche Produktion und den Import von Lebensmitteln hat.

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Gleichzeitig zeigten sie das Engagement der Solidaritätsbewegung in Deutschland für den Fortschritt der Landwirtschaft in Kuba anhand verschiedener Beispiele von Projekten, die seit Jahrzehnten die landwirtschaftliche Entwicklung in dem karibischen Land unterstützen. Ihre Vorträge wurden von Erfahrungsberichten kubanischer Partner dieser Zusammenarbeit begleitet.

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Der kenianische Musiker Bmixx KE sorgte mit Hip-Hop und Afrobeats für die musikalische Untermalung eines Teils des Tages.

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Zum Abschluss gab der deutsche Liedermacher und Dichter Frank Viehweg, der seine Karriere 1996 damit begann, die Werke des kubanischen Liedermachers Silvio Rodríguez ins Deutsche zu übertragen, ein Konzert mit einem Repertoire aus kubanischer und lateinamerikanischer Musik. Neben den Texten von Silvio präsentierte er auch Texte von Fito Páez, León Gieco, Mario Benedetti und Marta Gómez.

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Der Mittwoch, der 16., war von besonderer Bedeutung, da das zentrale Thema der Würdigung des Comandante en Jefe Fidel Castro zu seinem 100. Geburtstag gewidmet war.

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Aus Kuba wandte sich der Intellektuelle Enrique Ubieta, Direktor der Zeitschrift Revolución y Cultura, in einer Videobotschaft an die Anwesenden und hob die Meilensteine des revolutionären Projekts hervor, insbesondere dessen solidarisches Engagement in vielen Ländern der Welt. Vom Beitrag zum Sieg über das Apartheid-Regime in Afrika über die Hunderte von Professionellen aus aller Welt, insbesondere aus den Ländern des Globalen Südens, die im kubanischen Bildungssystem ausgebildet wurden, bis hin zu den unzähligen kubanischen medizinischen Missionen in mehr als 165 Ländern, einschließlich der Unterstützung von 40 Nationen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie – Ubieta hob die tiefe solidarische Überzeugung der kubanischen Nation hervor, die „niemals in geopolitischen Kategorien gedacht hat und seine humanistischen Prinzipien niemals irgendeinem Sachzwang unterordnet“.

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Über Fidel und sein Vermächtnis sagte er: „Wenn eines Tages ein Einsiedler aus seiner Höhle treten und mich beim Anblick eines Plakats mit dem Gesicht von Fidel Castro fragen würde: „Wer war denn dieser Mann?“, müsste ich antworten: Es ist das Antlitz von Kuba, dieser kleinen rebellischen Insel, die 1959 im Sturm den Himmel der Freiheit eroberte; aber es ist auch das Antlitz der Hoffnung für Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Fidel verkörpert die Überzeugung, dass das Unmögliche zu erreichen ist – nicht mit Worten oder leeren Phrasen, sondern mit Taten (...); er ist der Mann, der sagte, was zu tun ist, und es tat - der Erste, der in den Kampf zog, der sich den Kugeln, den Fehlern und den Stürmen stellte, den Träumen Flügel verlieh und den Hirngespinsten Beine machte. Deshalb ist sein Volk ihm gefolgt und liebt ihn.“

Patrick Köbele, DKP-Parteivorsitzender, berichtete vor einem vollbesetzten Saal von seinen jüngsten Erfahrungen auf der Karibikinsel während seines Besuchs anlässlich der Teilnahme am 24. Internationalen Treffen der kommunistischen und Arbeiterparteien und am Kolloquium „Fidel: Vermächtnis und Zukunft“ in Havanna.

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Der deutsche Politiker sprach vom tiefen Internationalismus der Kubaner, von einem Land, das sich den Drohungen des Imperiums nicht beugt und das trotz aller Angriffe seinen Kampfgeist bewahrt und es verstanden hat, den Hass auf die mörderische Verbrechens des US-Imperialismus in „noch in Wut und diese Wut in Widerstand zuverwandeln.“

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Die Schauspielerin Gina Pietsch und der Musiker Fabio Costa untermalten seine Worte mit kubanischen und lateinamerikanischen Liedern und Versen, von denen viele den Anwesenden bekannt waren und von ihnen mitgesungen wurden, wie etwa die Verse des kubanischen Nationalhelden José Martí im berühmten Lied Guantanamera.

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Das Publikum blieb bis spät in die Nacht, um die Vorführung des Dokumentarfilms Cuba After Castro zu verfolgen. Der Film zeigt das Interview der US-Amerikanerin Abby Martin mit dem Ersten Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas und Präsidenten der Republik, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, sowie die Fortsetzung des revolutionären Projekts.

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Es waren erneut zwei Tage intensiver Informations- und Kommunikationsarbeit über die kubanische Realität und der aktiven Anprangerung einer unmenschlichen Politik, die bereits seit mehr als 65 Jahren andauert und angesichts derer die internationale Solidaritätsbewegung bekräftigt: Kuba ist keine Bedrohung, die Blockade hingegen schon.

Embacuba Alemania

 

 

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