Berlin, 18. Mai 2026. – Unter dem Motto „Fidel Castros Denken: Inspiration zum Handeln“ versammelte sich Vertreter der Solidaritätsbewegung mit Kuba am 15. April in Leipzig, um an einer Gedenkveranstaltung zum 100. Geburtstag von Oberbefehlshaber Fidel Castro teilzunehmen. Auf Aufruf der Regionalgruppe „Cuba Sí Leipzig“ und der Kommunistischen Plattform (KPF) der Partei Die Linke nahmen an der Veranstaltung Thorben Peters, Landesvorsitzender der Partei Die Linke in Niedersachsen, der Co-Vorsitzende dieser Partei in Leipzig, Johannes Schmidt, sowie Vertreter der Regionalgruppen von „Cuba Sí“ aus Gera und Chemnitz, der DKP, der SDAJ, des Vereins RotFuchs und des ISOR e.V. zur Verteidigung sozialer Rechte. Als besondere Gäste waren die kubanische Botschafterin Juana Martínez González und Jesús Ismael Írsula Peña, langjähriger Hauptdolmetscher des Comandante für die deutsche Sprache, anwesend.
In ihren Reden betonten die Vertreter aller anwesenden Organisationen die Aktualität von Fidels Gedanken und wie unter seiner Führung der kubanische Revolutionsprozess nicht nur für Kuba und die Region Lateinamerikas an Bedeutung gewann, sondern auch die Grenzen der Insel überschritt und weltweit Seiten der Solidarität und des Heldentums schrieb, indem er durch die Umsetzung der vom Comandante vermittelten humanistischen Prinzipien und der Solidarität zu Unabhängigkeitsprozessen und zur sozialen Entwicklung der am stärksten Benachteiligten beitrug. Darüber hinaus richteten sie Unterstützungsbotschaften an das sozialistische Kuba und bekräftigten ihr Engagement für die solidarische Begleitung des kubanischen Volkes in seinem Widerstandskampf zur Wahrung seiner Unabhängigkeit und Souveränität. So kündigten sie verschiedene Aktionen zur Forderung nach der Aufhebung der US-Blockade gegen die Insel an, darunter ein Protestschreiben im Namen aller anwesenden Organisationen, die an die deutsche Bundesregierung und die US-Regierung gerichtet ist und die Aufhebung der Blockade fordert. Ebenso wurde der Start einer zweiten Spendenkampagne für ein Projekt zur Stromerzeugung in Kuba auf Basis von Solarenergie bekannt gegeben und der erfolgreiche Abschluss der Kampagne der Gruppe „Cuba Sí Gera“ „100 Computer für Kuba zum 100. Geburtstag von Fidel“ mitgeteilt, die dem Gesundheitsministerium gespendet wurden. Thorben Peters berichtete seinerseits, dass sie im kommenden Juni auf dem Bundesparteitag der Partei Die Linke eine Initiative von Cuba Sí zur Verabschiedung einer Parteierklärung zur Bekräftigung der Solidarität mit dem sozialistischen Kuba einbringen werden.
Einer der bewegendsten Momente der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion mit Beiträgen der kubanischen Gäste. Írsula erinnerte an seine Zeit als Dolmetscher bei Fidel und daran, wie sein Beruf es ihm ermöglichte, nicht nur den Staatsmann Fidel, sondern auch den Menschen Fidel kennenzulernen. Anschließend beantworteten er und die Botschafterin die Frage, was es bedeute, Fidelist (fidelista) zu sein. Beide erklärten, dass es einfach bedeute, die Prinzipien der Solidarität unter den Kubanern selbst und mit dem Rest der Welt, das Streben nach mehr sozialer Gerechtigkeit und das gemeinsame Voranschreiten als Volk zur Verteidigung der Souveränität und Unabhängigkeit, die im Laufe eines ununterbrochenen Prozesses errungen wurden – der mit Maceo und Martí begann und mit den Rebellen in der Sierra Maestra endete –, in den Alltag zu integrieren. Sie erklärten, dass es die Identität und das Gefühl des Vertrauens in einen Führer bedeute, der dem Volk stets nahe stand, in ständigem Kontakt mit den Massen war und einen engen Austausch pflegte, um einen Prozess aufzubauen, der selbst unter den schwierigen Umständen eines seit fast 70 Jahren blockierten und belagerten Landes den kostenlosen und universellen Zugang zu hochwertiger Bildung und Gesundheitsversorgung, zu Kultur und Sport ermöglichte und der beispielsweise, als Ergebnis jahrelanger Aufbauarbeit einer Infrastruktur für akademische Ausbildung und Forschung es ermöglichte, eigene Impfstoffe gegen die Covid-19-Pandemie zu entwickeln und herzustellen und fast 100 Prozent der Bevölkerung zu impfen, im Anklang der Prinzipien eines Prozesses, wo der Mensch in Zentrum gestellt wird.
Die kubanische Botschafterin gab einen Überblick über die aktuelle Lage auf der Insel und erklärte, dass genau dieser humanistische Prozess heute durch die imperialistischen und hegemonialen Bestrebungen des nördlichen Nachbarn bedroht sei und dass Kuba keine Gefahr für die Sicherheit dieses oder eines anderen Landes darstelle. „Wir sind ein Land, das nur in Frieden und ohne Druck von außen den Aufbau des vom kubanischen Volk souverän gewählten Modells fortsetzen möchte“, bekräftigte sie. Sie dankte auch für die zahlreichen Zeichen der Solidarität mit Kuba in Deutschland, die uns in der derzeitigen schwierigen Lage stärken, und bekräftigte, dass das kubanische Volk das Erbe Fidels im Jahr seines hundertsten Geburtstags nicht im Stich lassen werde.
Zum Abschluss der Veranstaltung richteten die Teilnehmer einen Gruß an das I. Internationale Kolloquium „Fidel: Vermächtnis und Zukunft“, das vom 10. bis 13. August auf Kuba stattfinden wird.
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