Berlin, 15. September 2026. – Der Regen konnte die Aktivisten der Solidaritätsbewegung mit Kuba nicht abschrecken, die vor dem Gebäude der US-Botschaft in Berlin die Protestwache gegen die Blockade abhalten.
Gemäß dem Programm wurden am Sonntag bei der Moderation von Petra Wegener, der Vorsitzenden der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, dem anwesenden Publikum die Auswirkungen der US-Sanktionen auf den Gesundheitssektor vorgestellt.
Anstoß für die Diskussion gab die Verlesung des Berichts von Pedro Rosales, dem Direktor des Krankenhauses Miguel Enríquez aus Havanna. Die tatsächlichen Auswirkungen des Mangels an Medikamenten, medizinischer Ausrüstung und aller Arten von Versorgungsgütern für das kubanische Gesundheitssystem wurden durch den Dokumentarfilm „La gota de agua“ (Das Wassertropfen) verdeutlicht. Im Zelt herrschte Stille angesichts der Geschichte von Natali und den Wechselfällen ihrer Behandlung.
Die internationale Solidarität trägt dazu bei, die Engpässe etwas zu mildern. Im März 2026 gelangten rund 5 Tonnen Medikamente im Gepäck von etwa 100 europäischen Aktivisten auf die Insel, die an die Krankenhäuser des Landes verteilt wurden. Leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein angesichts der anhaltenden Blockadepolitik gegen Kuba.
Den kulturellen Abschluss bestritt der argentinisch-deutsche Liedermacher Pablo Miró. „Ich spiele heute hier, weil ich mit Kuba leide“, erklärte er.
Kurz darauf fuhr Korso von rund 20 Autos hupend vorbei. Aus den Autofenster wurden Peace-Zeichen gezeigt und geregte Fäuste gereckt, offenbar eine Reaktion auf die kubanischen Fahnen vor den Zelten. Der für die Nachtschicht im Camp zuständige Aktivist kommentierte, dass diese Art von Feedback die regel sei: „Die Leute sagen: Ihr habt rehct, Kuba muss bleiben.“
Am Montagabend, dem 14., stellten Vertreter des Vereins zur Förderung alternativer Energien in der Karibik (KarEn), von Interred, Gewerkschafter:Innen für Kuba und des Netzwerks-Cuba verschiedene Solidaritätsprojekte vor, die den derzeit auf der Insel stattfindenden raschen Umstieg auf erneuerbare Energien, vor allem auf Photovoltaik, unterstützen sollen.
Ihre Präsentation folgte auf den Bericht von Renate Fausten aus Havanna über die Energiekrise im Land, eine Situation, die sich auf jeden einzelnen Aspekt des täglichen Lebens der kubanischen Bevölkerung auswirkt.
Die Freunde Kubas riefen dazu auf, sich an den Solidaritätsprojekte zu beteiligen. Jede Hilfe ist notwendig, und kein Beitrag ist klein. Sie alle spenden Trost und zeigen dem kubanischen Volk, dass es in seinem täglichen Widerstandskampf auf die Unterstützung der internationalen Solidarität zählen kann.
Die Veranstaltung wurde durch Auftritte von DJ Kraft (KIZ) und dem Liedermacher und lieben Freund Kubas Tobias Thiele bereichert.
Die Protestwache setzt ihre Aktivitäten rund um die Uhr bis zum kommenden 19. September fort.
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