¡Hasta Siempre, Fidel!

Berlin, 14. August 2026. – „Wir sagen an dieser Stelle einfach mal: Danke, Comandante.“ So lautete am Donnerstag, dem 13. August 2026, die Titelseite der Tageszeitung junge Welt zu Ehren des 100. Geburtstags von Fidel Castro.

 (Foto junge Welt)

Doch nicht nur mit ihrem Journalismus wollte die junge Welt den Comandante en Jefe ehren, sondern auch mit der Fotoausstellung „¡Hasta Siempre, Fidel!“, mit Werken von Roberto Chile, Alex Castro und Mustapha Butadjine sowie weiteren Künstlern, die die Tragweite des Revolutionsführers bildlich veranschaulichen.

 (Foto junge Welt)

Schon Tage zuvor war das Bild dieses universellen Kubaners in den zentralen Straßen Berlins zu sehen und lud die Passanten dazu ein, durch die Kameralinse sein Leben und sein Werk kennenzulernen.

In seiner Einführungsrede vor den mehr als 120 Teilnehmern, die den Saal füllten, hob Nick Brauns, Chefredakteur der Tageszeitung, das Engagement des jungen Fidel für den Aufbau eines Projekts hervor, das die Lebensbedingungen seines Volkes verbessern sollte. Er unterstrich auch dessen Bescheidenheit und dessen Verzicht auf jegliche Art von Ehrung oder Auszeichnung für sein Handeln, selbst nach seinem Tod, wobei er jede Art von Personenkult ablehnte – ganz im Sinne von José Martí, der sagte: „Der Ruhm der ganzen Welt passt in ein Maiskorn.“

Was die beste Art und Weise angeht, ihm Tribut zu zollen, erklärte er: „Fidel zu gedenken bedeutet analog, sich seine Ideen zu Internationalismus und Antiimperialismus, zu sozialer Gleichheit und Solidarität zu eigen zu machen. Ideen, die längst nicht nur Kuba betreffen. (…) Fidels zu gedenken bedeutet, das Werk fortzuführen, das er begonnen und geleistet hat. Es gilt, die Kubanische Revolution mit ihren sozialistischen Errungenschaften gegen die Blockade und Kriegsdrohungen der USA zu verteidigen. Als ein trotziges Bollwerk gegen die weltweiten Ambitionen des US-Imperialismus – und als die lebendige Möglichkeit einer solidarischen Alternative zum Kapitalismus. Ehren wir Fidel, indem wir uns nützen – und ihn also verstanden haben.“, schloss er.

 (Foto junge Welt)

Die kubanische Botschafterin Juana Martínez González stützte sich ihrerseits auf die Worte des deutschen Dichters Bertolt Brecht, um Fidel schlicht als einen jener Unersetzlichen zu beschreiben. Die Diplomatin verzichtete auf eine vorbereitete Rede, denn, so erklärte sie, „jeder würdige Kubaner, der das revolutionäre Projekt miterlebt und mitgestaltet hat, braucht keine Reden, um über den Mann zu sprechen, den er als Vater betrachtet“, und betonte: „Die Gültigkeit von Fidels Vermächtnis zeigt sich gerade in der Heldentat eines Volkes, das bereits seit acht Monaten mit der Ankunft eines einzigen Öltankers auskommt; das Widerstand leistet trotz der grausamen Politik der US-Regierung, die ihm mit einer eisernen Energieblockade eine kollektive Bestrafung auferlegt, die schon als Kriegsakt eingestuft wird – so wie Fidel die US-Blockade bereits 1994 als Kriegsakt definiert hatte. Unser Volk steht heute vor einer großen Herausforderung: der Herausforderung, die Fahne des revolutionären Projekts hoch zu halten, die Souveränität, das Recht auf Selbstbestimmung und die Existenz der kubanischen Nation als unabhängige Nation zu verteidigen; doch im Jahr des hundertsten Geburtstags des Comandante sind wir bereit, diese Herausforderung um jeden Preis anzunehmen.“

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Anschließend sprach sie der junge Welt und allen Anwesenden seinen tiefen Dank dafür aus, dass sie diesen großen Humanisten zusammen mit den Mitarbeitern der kubanischen Botschaft in Deutschland gewürdigt haben. „Fidel wäre sehr stolz, wenn er sähe, dass Kuba in Deutschland so treue Freunde hat, und wüsste, dass Kuba nicht allein ist.“ Sie schloss ihre Rede mit dem Konzept von Revolution, den Fidel in seiner denkwürdigen Rede vom 1. Mai 2000 zum Ausdruck gebracht hatte, da sie diesen als „Leitfaden für das Handeln jedes Revolutionärs und Humanisten auf der Welt“ betrachtet.

Ein sehr bewegender Moment war auch die Darbietung des Liedes „Cabalgando con Fidel“ (Reiten mit Fidel) des Kubaners Raúl Torres durch den deutschen Liedermacher Tobias Thiele zum Auftakt eines Konzerts, das die Anwesenden mit emblematischen Stücken der kubanischen und deutschen Liedkunst begeisterte.

 (Foto junge Welt)

Das deutsche Publikum hat bis zum 2. Oktober 2026 die Gelegenheit, die Ausstellung in der Maigalerie in Berlín zu besuchen.

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Solidaridad
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