Rede des Botschafters Pablo Berti Oliva zu Punkt 5 der Tagesordnung der 61. Tagung des Wissenschaftlich-Technischen Unterausschusses des Komitees für die friedliche Nutzung des Weltsraums (COPUOS

Rede des Botschafters Pablo Berti Oliva zu Punkt 5 der Tagesordnung der 61. Tagung des Wissenschaftlich-Technischen Unterausschusses des Komitees für die friedliche Nutzung des Weltsraums (COPUOS)

Frau Präsidentin!

Wir nehmen die Berichte, die in diesen Tagesordnungspunkt aufgenommen wurden, zur Kenntnis.

Wir erkennen die Rolle an, die Weltraumtechnologien bei der Bekämpfung des Klimawandels und damit bei der Verhütung und Eindämmung von Katastrophen, dem Umweltschutz und der menschlichen Gesundheit spielen können.

Es muss auch ein gleichberechtigter Zugang für Frauen zu diesen Technologien erreicht werden.

Es ist uns auch wichtig zu betonen, dass die Entwicklungsländer ohne unangemessene Einschränkungen Zugang zu raumbezogenen Daten, Anwendungen und Technologien haben müssen, die für eine nachhaltige Entwicklung förderlich sind.

Im Falle meines Landes behindert die extraterritoriale Anwendung der von den Vereinigten Staaten verhängten Blockade, insbesondere die finanzielle Verfolgung und die daraus resultierende Beschränkung bestimmter Länder, Beziehungen  mit Kuba aufzunehmen, unter anderem Folgendes:

1.       Die Möglichkeiten, unter gleichen Bedingungen mit anderen Ländern um den Zugang zu den Vorteilen der Raumfahrttechnologie und ihrer Anwendungen für Kuba und seine Bürger zu konkurrieren, was strategische Sektoren wie Ernährungssicherheit, Gesundheit, Verkehr, Informationskommunikation, Katastrophenschutz und Energie betrifft,

2.       Verbesserter Zugang zum Technologietransfer und zum Erwerb von externer Finanzierungsquellen, die für die Entwicklung von Raumfahrtaktivitäten erforderlich sind. In den Fällen, in denen diese erhalten werden, wirkt sich die Blockade auf die Verzögerung der Verfahren für den Transfer von Gütern und Finanzoperationen aus,

3.       Die Aus-, Fort- und Weiterbildung unserer Fachleute, die Teilnahme an internationalen Veranstaltungen und der Austausch von Informationen zu diesen Themen.

Trotz dieser Schwierigkeiten arbeiten wir weiter mit dem Ziel, die Daten, auf die wir zugreifen können, zum Wohle unserer Bevölkerung und anderer Länder in der Region zu nutzen. Dazu gehören auch die Bekämpfung des Klimawandels und die Verringerung des Katastrophenrisikos, die unsere Länder bei der Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung so stark betreffen.

Frau Präsidentin!

Wir unterstützen alle Bemühungen, die  zur Förderung der friedlichen Nutzung  der Tätigkeiten  des Weltraums beitragen.

Der Weltraum darf nicht zu einem weiteren Schlachtfeld werden. Wir müssen die Militarisierung des Weltraums verhindern und die Bewaffnung aller Arten des Weltraums verbieten. Wir müssen die Weltraumtechnologien für den Frieden und seine Förderung nutzen.

Deshalb unterstützen wir den von der Russischen Föderation vorgelegten Vorschlag mit dem Titel „Weltraumwissenschaft und -technologien zur Förderung des Friedens".

Der Entwurf ist konsequent in Bezug auf vertrauensbildende Maßnahmen, betont den gleichberechtigten Zugang aller Staaten zu Weltraumtechnologien und bekräftigt die Position unseres Landes zur friedlichen Nutzung des Weltraums, die im Vertrag vom 27. Januar 1967 über die Grundsätze zur Regelung der Tätigkeiten der Staaten bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums, einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper, enthalten ist.

Es ist unser Wunsch, dass jeder eingereichte Vorschlag auf seinen Inhalt hin geprüft wird und nicht auf andere Fragen, die nicht in unser Mandat fallen.

Ich danke Ihnen vielmals!

(EmbaCubaAustria)

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