Berlin, 2. November 2026. – Zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen in Deutschland haben im Jahr seines 100. Geburtstags an Fidel Castro und das Vermächtnis seines Gedankenguts erinnert. Im Oktober kam nun auch eine Hommage aus dem Bereich der darstellenden Künste hinzu, insbesondere aus dem Theater.
Das Nâzim-Hikmet-Kulturzentrum-Berlin präsentierte am vergangenen Samstag, dem 31. Oktober, im Kino Babylon das Ein-Personen-Stück des türkischen Autors Omur Erbilen, „Ben Fidel“ (Ich, Fidel), aus dem Jahr 2024. Darin verkörpert der türkische Schauspieler Tolga Pancaroğlu etwas mehr als 75 Minuten lang den kubanischen Revolutionsführer auf einer Reise durch dessen Leben und seinen revolutionären Kampf.
Das Stück „beleuchtet das Leben von Fidel Castro – der trotz des Drucks des Imperialismus keine Kompromisse bei der Unabhängigkeit seines Landes einging und im Herzen des kubanischen Volkes als „Maximo Lider“ sowie in den Herzen der Völker der Welt als Legende weiterlebt – sowie die kubanische Revolution, den Unabhängigkeitskampf und seine Bedeutung für die heutige Zeit.“ , erklärten die Veranstalter vor fast 200 Zuschauern in dem historischen Berliner Kino, und „stellt uns die Frage, die bis heute aktuell ist: Wie hat Kuba es geschaftt? Wie konnte das kubanische Volk seine Unabhängigkeit und seinen Anspruch auf soziale Gerechtigkeit bewahren, obwohl es direkt neben einer der mächtigsten imperialistischen Staaten der Welt liegt und seit Jahrzehnten mit einer US-Blockade konfrontiert ist? Um diese Frage zu verrstehen, müssen wir nicht nur auf die geschichte zurückblocken. Wir müssen auch die schwierigkeiten sehen, mit denen das kubanische Volk heute konfrontiert ist, und unsere Solidarität stärken.“
Auf diese Weise bekräftigte die Leitung des Kulturzentrums auch ihre Solidarität mit der Karibikinsel und stellte den Anwesenden die Kampagne „Wir sammeln Sonne für Kuba“ vor, eine Initiative des türkischen José-Martí-Kuba-Freundschaftsvereins, der sich das Nâzim-Hikmet-Kulturzentrum bereits vor einigen Monaten angeschlossen hat und zu der auch Teil der Einnahmen aus der Tournee dieses Stücks beitragen werden, das vom 24. bis 29. Oktober auch in Stuttgart, Basel (Schweiz), Nürnberg und München aufgeführt wurde.
Der Titel des Stücks leitet sich aus dem Ruf des kubanischen Volkes „Yo Soy Fidel“ (Ich bin Fidel) ab, der anlässlich des Todes des historischen Revolutionsführers an jenem schicksalhaften 25. November 2016 erklang und die fortdauernde Gültigkeit des Vermächtnisses Fidels unterstreicht, denn, wie der Schauspieler auf der Bühne sagt: „Menschen sterben, Ideen sterben niemals.“
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