Über hundert Menschen führen Fahrraddemo für die Aufhebung der US-Blockade gegen Kuba in Berlin durch

Berlin, 15. September 2026. – „66 Jahre sind 66 Jahre zu viel! Stoppt die US-Blockade!“ Unter diesem Motto, das am Führungslastwagens angebracht war, fuhren am 12. September mehr als 120 Aktivisten der Solidaritätsbewegung mit Kuba und in Deutschland lebende Kubaner bei einer Fahrraddemo gegen die US-Blockade durch die Straßen Berlins.

Die Aktion startete, wie es bereits Tradition ist, am Sitz der kubanischen Botschaft in dieser Stadt, vor der sich die ersten Radfahrer gegen Mittag versammelten.

 Foto Andrea Kähler

Die kubanische Botschafterin Juana Martínez González wandte sich in einer kurzen, aber bewegenden Rede an die Anwesenden. Sie hob die Bedeutung der Aktion in diesem Jahr hervor, angesichts der Verschärfung der grausamen Politik der US-Regierung gegen die Insel, die mit der Verhängung der Energieblockade seit Januar bereits einen Kriegshandlung darstellt und deren Folgen eine kollektive Bestrafung für das gesamte kubanische Volk sind, wobei die Familien am stärksten darunter leiden.

 Foto Andrea Kähler

Sie bedankte sich herzlich für die bedingungslose und unerschütterliche Unterstützung durch die Solidaritätsbewegung in Deutschland und die dort lebende kubanische Gemeinschaft, die sich vieler Völker der Welt anschließen und die Aufhebung dieser Sanktionspolitik fordern – der längsten, die jemals gegen ein Land verhängt wurde. Sie versicherte, dass wir gemeinsam den Sieg erringen werden, denn Recht und Gerechtigkeit sind auf unserer Seite.

Nach der Darbietung von Liedern von Carlos Puebla und Silvio Rodríguez durch den in Deutschland lebenden kubanischen Musiker Bombarlé machte sich der Zug auf den Weg zum Sitz der US-Botschaft in der deutschen Hauptstadt.

 Foto Santiago Flores/jW

Auf dem Weg dorthin machten sie Halt vor dem Auswärtigen Amt. Dort hielt José Conde, Vorsitzender des Vereins der in Berlin lebenden Kubaner „La Estrella“, im Namen der kubanischen Gemeinschaft eine Rede zur Unterstützung des Volkes, zu dem auch sie gehören.

 Foto Andrea Kähler

Während seiner Rede hielten die Teilnehmer die Flaggen all jener Länder, die seit mehr als drei Jahrzehnten mit überwältigender Mehrheit in der UN-Generalversammlung für die Resolution Kubas stimmen, in der die Aufhebung der Blockade gefordert wird.

 Foto Santiago Flores/jW

Anschließend zitierte Jutta Kausch, Vorsitzende der Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba und Organisatorin der Fahrraddemo, aus dem kürzlich vorgelegten Bericht von Alena Douhan, der UN-Sonderberichterstatterin für die negativen Auswirkungen einseitiger Zwangsmaßnahmen auf die Menschenrechte, insbesondere im Fall Kubas. Ebenso verwies sie auf die Rede des kubanischen ständigen Vertreters in Genf, Rodolfo Benítez Verson, während der 63. ordentlichen Sitzung des Menschenrechtsrats sowie auf dessen Verurteilung der völkermörderischen Politik der US-Regierung gegen Kuba und dessen Bekräftigung, dass das kubanische Volk bei der Verteidigung seines Rechts auf Souveränität und Selbstbestimmung unnachgiebig bleiben werde.

 Foto Santiago Flores/jW

Abschließend erklärte sie: „Wir sind also heute hier und auch die ganze kommende Woche vor der US-Botschaft, weil wir wollen, dass Kuba seinen seit dem Sieg der Rebvolution eingeschlagenen Weg selbstbestimmt gehen kann. Ohne die brutale Repression und die Verbrechen der USA. Verbrechen, die sie in Komplizenschaft bzw. Mit der Duldung durch die Regierungen vieler Länder begehen, die zwar scheinheilig bisher jedes Jahr die Blockade verurteilen, aber sie dennoch de facto unterstützen, weil sie sich den Erpressungen der USA unterwerfen, rückgratlos, vasallenhaft.“ Sie betonte, dass ein Verlust der Souveränität und Würde Kubas einen Verlust für alle bedeuten würde, die sich für Frieden und Völkerfreundschaft einstehen, und „deshalb“, bekräftigte sie, „bleiben wir aktiv, uns bleibt keine Wahl.“

Die Radfahrer machten sich anschließend auf den Weg zum Sitz der US-Botschaft am Brandenburger Tor. Dort ergriff Edgar Göll, Vorsitzender des Netzwerks-Cuba, das Wort, um vor den Verantwortlichen dieser Politik der Erstickung des kubanischen Volkes und der kubanischen Nation den Völkermord anzuprangern, den die Blockade gegen Kuba darstellt, und deren sofortige Beendigung zu fordern.

 Foto Andrea Kähler

Unter den Augen der Vertreter des Imperiums brachen die Teilnehmer die Blockade auf, indem sie nacheinander die Blöcke umstürzten, aus denen eine Installation bestand, die ein Ende dieser Politik fordert und deutlich macht, dass auch Sanktionen töten.

 Foto Andrea Kähler

Die Installation wird die ganze Woche über bis zum 19. September die Protestwache für die Aufhebung der Blockade begleiten. Die Protestwache mit einem umfangreichen informativen, politischen und kulturellen Programm ist in diesem Jahr ein wesentlicher Bestandteil der Kampagne „UnblockCuba“, die jedes Jahr in Deutschland stattfindet, als Auftakt zur Abstimmung über die Kuba-Resolution in der UN-Generalversammlung.

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