Verurteilung der Blockade und Aufruf zur Stärkung der internationalen Solidarität mit Kuba im Rahmen der Konferenz zu 100 Jahre Fidel Castro in Berlin

Berlin, 19. Oktober 2026. - Die Teilnehmer der von der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom 16. bis 18. Oktober in Berlin organisierten Konferenz „100 Jahre Fidel Castro und die Zukunft der kubanischen Revolution“ verurteilten nachdrücklich die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade der US-Regierung gegen Kuba, die seit Januar 2026 durch eine strenge Ölblockade auf ein beispielloses Ausmaß verschärft wurde. Gleichzeitig riefen die Aktivisten der Solidaritätsbewegung und die anwesenden deutschen und mexikanischen politischen Akteure zu einer Stärkung der internationalen Solidarität auf, um die endgültige Beendigung dieser völkermörderischen Politik zu fordern, die eine kollektive Bestrafung der kubanischen Bevölkerung und einen Kriegshandlung darstellt – auch im Hinblick auf die bevorstehende Abstimmung in der Generalversammlung der Vereinten Nationen über die kubanische Resolution, die bereits seit mehr als drei Jahrzehnten dieselbe Forderung stellt.

Es wurde intensiv über die Notwendigkeit der Einheit zwischen den verschiedenen Solidaritätsinitiativen diskutiert, denn nur das gemeinsame Handeln der Völker, die Druck auf ihre Regierungen ausüben, wird dafür sorgen, dass die Unterstützung, die die überwältigende Mehrheit der internationalen Gemeinschaft seit 33 Jahren in Folge für die kubanische Resolution zur Aufhebung der Blockade in der UN-Generalversammlung, in die Praxis umgesetzt wird und diese „Politik der Erstickung eines Volkes- das den Frieden verteidigt und sich nur danach sehnt, das Projekt voranzutreiben, für dessen Aufbau es souverän entschieden hat“, wie die kubanische Botschafterin Juana Martínez González betonte, ein für alle Mal beendet wird.

In diesem Zusammenhang hob Steffen Nieße, Bundeskoordinator der deutschen Solidaritätsorganisation CubaSí, die Bedeutung der Solidaritätsbewegung hervor und erklärte, dass in Ländern, in denen es eine starke Solidaritätsbewegung mit Kuba gebe, auf der Ebene der nationalen Regierungen im Allgemeinen eine klarere Haltung in Bezug auf das Thema Kuba bestehe. Er fügte hinzu, dass die Bewegung in Deutschland ihren Druck fortsetzen müsse, damit die Bundesregierung bei der bevorstehenden Abstimmung in der UNO an ihrer Position der Unterstützung für Kuba festhalte.

(Foto) Facebook Ines Schwerdtner

Alina Duarte, Verantwortliche für internationale Beziehungen am Nationalen Institut für politische Bildung der MORENA in Mexiko, dessen Regierung eine der entschlossensten Positionen der Solidarität mit Kuba eingenommen hat, äußerte sich dazu wie folgt: „…die kubanische Revolution wurde nicht nur für einige wenige gemacht, nicht einmal nur für die Kubaner und Kubanerinnen, sondern für die gesamte Menschheit. Und wenn es nicht gelungen ist, die Linken auf unserem Kontinent auszulöschen, dann dank der kubanischen Revolution. Das Thema Kuba ist dringlich, und wir müssen darüber nachdenken, wie wir helfen können – nicht nur mit materieller Hilfe, sondern auch auf politischer Ebene –, um gemeinsam und international diese Blockade zu beenden.“

(Foto) Facebook Ines Schwerdtner

Ines Schwerdtner, Vorsitzende der Partei Die Linke, erklärte, dass man sich als Fraktion im Deutschen Bundestag stärker dafür einsetzen müsse, dass konkrete Maßnahmen zur Verurteilung und Reaktion auf die Blockade ergriffen werden. Sie fügte hinzu, dass zwar bei der Abstimmung in der UNO für die kubanische Resolution gestimmt werde, es danach jedoch keine konkreten offiziellen Verurteilungen dieser Politik der Vereinigten Staaten gebe. Man dürfe keine Doppelmoral an den Tag legen, sondern müsse im Einklang mit der eigenen Politik und Position zur Verteidigung des Völkerrechts stehen und diese US-Politik gegen Kuba verurteilen. Später veröffentlichte sie in ihren sozialen Netzwerken: „Kuba steht aktuell vor enormen Herausforderungen, einer akuten Notsituation. Die jahrzehntelange US-Blockade und ihre weitere Verschärfung unter Trump setzen die Bevölkerung massiv unter Druck… Internationale Solidarität darf kein bloßes Lippenbekenntnis sein. Sie muss dort konkret werden, wo Menschen unter Sanktionen, Ausgrenzung und der Androhung militärischer Gewalt leiden.“

René González Barrios, Direktor des Zentrums Fidel Castro Ruz in Havanna, erklärte seinerseits, wenn er einen Wunsch an die internationale Solidaritätsbewegung richten müsste, dann wäre es, „dass sich die Völker für die kubanische Sache zusammenschließen, vor allem, dass sichtbar gemacht wird, was in Kuba geschieht, dass sie sich an die Medien wenden, insbesondere an jene mit großer Reichweite, in denen nicht über das Thema Kuba berichtet wird, und wenn doch, dann nur, um die Realität zu verzerren, was enormen Schaden anrichtet. Man muss die Auswirkungen der Blockade auf Kuba sichtbar machen, die einen Völkermord ohne Bomben darstellt. Und es muss auch bekannt werden, welche bewusste Widerstandskraft das kubanische Volk bei der Verteidigung der kubanischen Revolution an den Tag legt, das jedoch internationale Unterstützung benötigt.“

Am kommenden 28. Oktober wird die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum vierunddreißigsten Mal in Folge über die von Kuba eingebrachte Resolution mit dem Titel „Notwendigkeit der Beendigung der von den Vereinigten Staaten von Amerika gegen Kuba verhängten Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade“ abstimmen.

Embacuba Alemania

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