Berlin, 16. Januar 2026.- Am Donnerstag, dem 15. Januar 2026, kamen in Sitz der kubanischen Botschaft in Berlin eine Gruppe deutscher und in Deutschland ansässiger kubanischer Wissenschaftler und Akademiker mit langjähriger Erfahrung in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zusammen, um den Tag der kubanischen Wissenschaft zu begehen.
Das Treffen, das im Rahmen der Aktivitäten zum hundertsten Geburtstag von Comandante en Jefe Fidel Castro stattfand, begann mit einer Erinnerung an die historische Rede, in der Fidel bereits im ersten Jahr der Revolution feststellte: „Die Zukunft unseres Vaterlandes muss notwendigerweise eine Zukunft der Wissenschaftler sein, es muss eine Zukunft der Denker sein ...”. Die Botschafterin Juana Martínez González betonte in ihrer Ansprache vor den Anwesenden, dass dieser Gedanke eine ganze Strategie zur Entwicklung wissenschaftlicher und forschungsbezogener Kapazitäten prägen würde, die dem Land helfen würden, zahlreiche Hindernisse im Laufe der revolutionären Geschichte zu überwinden, insbesondere unter den Bedingungen der Insel, die seit mehr als 60 Jahren einem brutalen Wirtschaftskrieg seitens der Regierung der Vereinigten Staaten ausgesetzt ist. Als Beispiel nannte sie den Kampf gegen die COVID-19-Pandemie, bei dem dank der Weitsicht des Comandante Forschungs- und Produktionskapazitäten vorhanden waren, die zur Entwicklung von fünf Impfstoffkandidaten und zwei Impfstoffen beitrugen, die die Immunisierung eines ganzen Volkes ermöglichten und den Verlust unzähliger Menschenleben verhinderten. vor allem weil Kuba aufgrund der Blockadepolitik der USA keinen Zugang zu den weltweit vermarkteten Impfstoffen hatte. Sie betonte außerdem, dass all dieses Wissen auch im Interesse der Erhaltung des Friedens entwickelt wurde, dem goldenen Traum der Menschheit, der derzeit in Gefahr ist. Sie unterstrich, dass die Arbeit der weltweiten wissenschaftlichen Gemeinschaft auf dieses Ziel ausgerichtet sein sollte, nämlich die Suche und Erhaltung des Friedens, gerade in einer Zeit, in der dieser mehr denn je bedroht ist.
Die Diplomatin lud dann die Anwesenden, darunter den Direktor des Botanischen Gartens Berlin, Vertreter der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und von Forschungsinstituten für Biologie und Virologie, zu einem ungezwungenen Austausch über die Erfahrungen in der kubanisch-deutschen wissenschaftlichen Zusammenarbeit ein. Alle waren sich einig, dass eine stärkere Vernetzung aller Kubaner und Deutschen, die an der wissenschaftlichen und akademischen Zusammenarbeit mit Kuba beteiligt sind, notwendig ist, um die Bemühungen zu koordinieren und dem Land gemeinsam zu helfen.
Der Tag bot auch Gelegenheit, Dr. Tobias Kraft offiziell zu seiner Ernennung zum korrespondierenden Mitglied der Akademie der Wissenschaften Kubas zu gratulieren. Diese Auszeichnung wurde ihm auf Vorschlag des Büros des Historikers der Stadt Havanna (OHC) verliehen, und zwar für das Projekt „Humboldt Digital” zur Digitalisierung des dokumentarischen Erbes im Zusammenhang mit Alexander von Humboldt, das Tobias zwischen 2019 und 2023 in Zusammenarbeit mit dem OHC im Rahmen des Langzeitprojekts der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften „Humboldt auf Reisen” durchgeführt hat und das auch von der Akademie der Wissenschaften Kubas ausgezeichnet wurde. Anlässlich der Feierlichkeiten richteten Prof. Dr. Luis Velázquez Pérez, Präsident der Akademie der Wissenschaften Kubas, und Dr. Grisel Terrón Quintero, Direktorin für Kulturgüter der OHC, emotionale Grußworte an Dr. Kraft.
(Embacuba Alemania)






