Rede anlässlich der posthumen Ehrung der 32 im Kampf in Venezuela gefallenen Soldaten auf der Antiimperialistischen Tribüne

Ehre und Ruhm unseren im Kampf gefallenen Helden!

(Rufe: „Ehre und Ruhm!“)

Angehörige,

Waffenbrüder und Freunde unserer Kämpfer,

Landsleute,

am 3. Januar 2026, in der dunkelsten Stunde der Nacht, während sein edles Volk schlief, wurde Venezuela auf Befehl des US-Präsidenten Donald Trump heimtückisch angegriffen.

Wieder einmal bestätigte sich, nun in seinem Geburtsland, Bolívars visionäre Aussage: „die Vereinigten Staaten scheinen von der Vorsehung dazu bestimmt zu sein, Amerika im Namen der Freiheit mit Elend zu überziehen“, und Ernesto Che Guevaras Warnung: „Dem Imperislismus kann man nicht trauen, aber kein Deut! Nichts."

Bomben und Entführungen waren die Antwort der Vereinigten Staaten auf die Erklärungen des venezolanischen Präsidenten, der sich Stunden zuvor bereit gezeigt hatte, über jedes Thema zu sprechen.

Es waren schwierige Morgenstunden für Kuba, als die ersten Nachrichten über den heimtückischen Angriff auf mehrere Bundesstaaten des Bruderlandes eintrafen, in denen Hunderte kubanischer Mitarbeiter ihren Dienst verrichten.

Es waren sehr bittere Stunden voller Empörung und Ohnmacht, nachdem bekannt wurde, dass Präsident Nicolás Maduro Moros und seine Frau Cilia Flores entführt worden waren.

Wir, die die tapferen Kämpfer der Personenschutzeinheit als Teil unserer Familie betrachten und ihre spartanische Bereitschaft kennen, das Leben der ihnen anvertrauten Personen zu verteidigen, wussten schon vor der Bestätigung, dass sie sich bis zum letzten Kampf wie Titanen verhalten würden (Beifall).

„Nur über meine Leiche können sie den Präsidenten wegschleppen oder ermorden“, hatte Oberst Humberto Alfonso Roca, Leiter der kleinen Gruppe von Kubanern, die in dieser Nacht das Präsidentenpaar mit ihrem Leben beschützt hatten, mehr als einmal erklärt (Beifall).

Sie und die Kämpfer der Revolutionären Streitkräfte, die ebenfalls unter dem Beschuss der Angreifer fielen, verkörpern in ihren bewundernswerten Dienstakten alle Eigenschaften, die Helden auszeichnen, kubanische Helden! (Beifall)

So überschritten sie die nationalen Grenzen, um sich als Vorbilder in die Geschichte der Kämpfe für ein vereintes Amerika einzuschreiben, einen noch immer unerfüllten Traum von Bolívar und Martí.

Die heiligen Überreste unserer 32 Landsleute kamen gestern in ihrer Heimat an, als ewige Soldaten der Integration, die wir uns schulden. Sie sind der einzige mögliche Maßstab für den Mut und den Charakter der Kubaner, die einer seit den Zeiten Bolívars geschmiedeten Brüderlichkeit treu sind, die von Martí gepriesen wurde und die durch die herzliche Beziehung zwischen Fidel und Chávez, den Führern der regionalen Integration, die in wenigen Jahren die Alphabetisierung vorantrieben, das Augenlicht wiederhergestellt und Millionen von Venezolanern und anderen Einwohnern unseres Lateinamerikas und der Karibik medizinische Versorgung und Bildungsmöglichkeiten gebracht haben (Beifall).

Die Drahtzieher des Angriffs und der Entführung vom Präsidenten Maduro und seiner Frau haben unter Rückgriff auf die abscheulichsten Methoden des Faschismus eine dichte Wolke aus Lügen und Verleumdungen gegen die bolivarischen Führer gesponnen, bevor sie sich feige auf Venezuela stürzten.

Unter offener Missachtung der Grenzen des Völkerrechts, das bis zu diesem Tag ein Mindestmaß an zivilisiertem Zusammenleben zwischen den Nationen garantierte, öffnete die derzeitige US-Regierung das Tor zu einer Ära der Barbarei, der Ausbeutung und des Neofaschismus, ohne Rücksicht darauf, was dies noch an mehr Krieg, Zerstörung und Tod bedeuten könnte.

Die Nachricht über den Angriff traf uns hart. Seit mehr als 25 Jahren teilen Kuba und Venezuela Ideale und Werke für eine bessere Welt und sind bereit, auf dem Weg des Sozialismus Gerechtigkeit zu erlangen, wobei jedes Land seine eigenen Methoden und unterschiedlichen Realitäten hat.

Nur wer den Wert der Freundschaft, der Solidarität und der Zusammenarbeit zwischen den Völkern nicht kennt, kann die Beziehung zwischen Kubanern und Venezolanern als reines Geschäft oder als vulgären Austausch von Produkten und Dienstleistungen missverstehen.

Vor allem sindwir Kubaner und Venezolaner Brüder! (Beifall)

Unser eigenes Blut und sogar unser Leben für ein Brudervolk zu geben, mag anderen seltsam erscheinen, aber nicht den Kubanern.

US-Beamte haben mit Erstaunen, aber auch mit unverhohlener Bewunderung die Tapferkeit dieser Handvoll Männer anerkannt, die trotz ihrer deutlichen Unterlegenheit an Streitkräften und Feuerkraft den Entführern heftigen Widerstand leisteten, mehrere ihrer Mitglieder verletzten und, soweit wir heute wissen, eines ihrer Transportmittel teilweise außer Gefecht setzten.

So sehr sie auch darauf bestehen, ihre Soldaten zu preisen, die mit Helmen und kugelsicheren Westen, Nachtsichtgeräten und durch Flugzeuge, Hubschrauber und Drohnen übermäßig geschützt waren, war der Angriff der Delta-Terroristen inmitten absichtlicher Stromausfälle nicht der Spaziergang, den sie der Welt verkauft haben.

Eines Tages werden wir die ganze Wahrheit erfahren, aber selbst Trump konnte nicht leugnen, dass mehrere Angreifer verletzt wurden.

Unsere tapferen Kämpfer, mit konventionellen Waffen und ohne andere Schutzwesten als ihre Moral und ihre Loyalität gegenüber der Mission, die sie erfüllten, kämpften bis zum Tod und schlugen ihre Gegner! (Beifall)

Keiner von ihnen war ein Übermensch; sie waren ehrenhafte Soldaten, ausgebildet in der ethischen Schule von Fidel und Raúl, in Patriotismus, Antiimperialismus und Einheit; Erben der Ideale von Antonio Maceo, der Baraguá mit seiner männlichen Weigerung, einen Frieden ohne Freiheit auszuhandeln, unsterblich machte, und von Juan Almeida, der unter einem Kugelhagel inmitten eines abgelegenen Zuckerrohrfeldes rief: „Hier gibt niemand auf!!“(Beifall)

Der derzeitige Kaiser im Weißen Haus und sein berüchtigter Außenminister haben nicht aufgehört, uns zu bedrohen. „Ich glaube nicht, dass man noch viel mehr Druck ausüben kann”, sagte Trump in einer stillschweigenden Anerkennung der extremen Ausmaße, zu denen die seit mehr als sechs Jahrzehnten gegen Kuba verhängte Blockade eskaliert ist.

„Reinmarschieren und den Ort zerstören“ ist nach seiner imperialistischen Vorstellung das Einzige, was ihnen noch bleibt, um uns zu unterwerfen. Dieser groteske Satz, der beim kubanischen Volk tiefe Empörung ausgelöst hat, kann nur als Aufforderung zum rücksichtslosen Massaker an einem Land interpretiert werden, das niemals Hass gegen ein anderes Land geschürt hat.

Der kubanische Patriotismus wurde schon sehr früh von Martí in Abdala zum Ausdruck gebracht: „Die Liebe, Mutter, zum Vaterland / Ist nicht die lächerliche Liebe zum Land, / Noch zum Gras, das unsere Füße betreten; / Es ist der unbesiegbare Hass auf diejenigen, die es unterdrücken, / Es ist der ewige Groll gegen diejenigen, die es angreifen“ (Beifall).

Das kubanische Volk ist nicht aus dem Lehrbuch heraus antiimperialistisch. Der Imperialismus hat uns zu Antimperialisten gemacht. Aber nicht nur Kuba, die ganze Welt wird nach diesem Angriff auf alle internationalen Normen, nach dieser Beleidigung der Intelligenz und der Menschenwürde, nach diesem Akt krimineller Überheblichkeit, mit dem ein souveräner Staat von einem Imperium angegriffen wird, das alle anderen Nationen verachtet, immer antimperialistischer werden.

Alle Siege des kubanischen Volkes sind mit der Stärke seiner Einheit verbunden.Jedes Mal, wenn die patriotischen Kräfte gespalten waren, haben wir verloren.Jedes Mal, wenn sie sich vereinigt haben, haben wir gesiegt. Das wissen die Feinde der Nation nur zu gut, und deshalb versuchen sie, diese Einheit zu zerstören.

Ihre aktuellen Drohungen erinnern uns an die fast aller US-Regierungen, die von den sogenannten Falken, den Befürwortern des Krieges, kontrolliert wurden. Wissen die heutigen Falken, dass die revolutionäre Verteidigungsstrategie, bekannt als „Krieg des ganzen Volkes”, als Antwort auf die schlimmsten Drohungen anderer Falken entstanden ist? Wissen sie, wie viel ihre kriegstreiberischen Vorgänger in die „Post-Castro-Ära” investiert haben, nachdem alle Versuche, eine unzerstörbare Führung zu zerstören, gescheitert waren?

In den letzten Tagen haben junge Menschen in den sozialen Netzwerken die Anekdote von dem Barrakuda viral gemacht, die Fidel erlebt und erzählt hat. Er berichtet, dass er beim Schwimmen unter Wasser einen Barrakuda auf sich zukommen sah und seine erste Reaktion war, zurückzuweichen; aber dann überlegte er es sich anders und stürzte sich auf den aggressiven Fisch, der aus seinem Blickfeld verschwand. So muss man gegenüber dem Imperium handeln, das ein Barrakuda, ein Piranha, ein Hai und ein Ungeziefer ist (Beifall). Aber ich betone und wiederhole noch einmal: Es sind junge Kubaner, die dieses Video in den sozialen Netzwerken viral verbreitet haben.

Hier sind wir, nicht einer, sondern Millionen von Nachfolgern des Werks von Fidel, Raúl und ihrer heldenhaften Generation. Sie müssten Millionen von uns entführen oder von der Landkarte verschwinden lassen, und selbst dann würde sie für immer der Geist dieses kleinen Archipels verfolgen, den sie pulverisieren mussten, weil sie ihn nicht unterwerfen konnten (Beifall).

Nein, ihr Imperialisten, wir haben absolut keine Angst vor euch! Und wir mögen es nicht, wie Fidel sagte, dass ihr uns bedroht. Ihr werdet uns nicht einschüchtern! (Beifall)

Wie die in der Mitte des Wappens verknoteten Zweigbündel ist die Einheit die mächtigste Waffe unserer Revolution.

Liebe Landsleute,

mehrere Kameraden, die an vorderster Front gekämpft haben, sind nun in der Heimat angekommen, ihre Körper voller Granatsplitter, die wie Tapferkeitsmedaillen wirken. Einer von ihnen, Oberstleutnant Jorge Márquez, hat einen Hubschrauber abgeschossen und wer weiß, wie viele seiner Besatzungsmitglieder getötet. Er tat dies, indem er seine Flugabwehrwaffe abfeuerte, obwohl er verwundet war und stark aus einem Bein blutete (Beifall).

Mut ist das Wort, mit dem alle die Konfrontation mit den Angreifern beschreiben. Und sie nennen Oberst Lázaro Evangelio Rodríguez Rodríguez, der den Versuch leitete, die ersten Gefallenen in Sicherheit zu bringen, bis ihn eine der feindlichen Drohnen traf: „Ich bin verwundet. Es lebe Kuba!“ Das waren seine letzten Worte (Beifall).

Gerade als es so aussieht, als würde die Welt ihre letzte Utopie begraben, als stünden Geld und Technologie über allen menschlichen Träumen, als würde die Menschheit müde werden, gerade in diesem Moment opfern 32 mutige Kubaner ihr Leben und wachsen über sich hinaus, in einem erbitterten Kampf bis zur letzten Kugel, bis zum letzten Atemzug! (Rufe: „Ruhm!“) Es gibt keine Feinde, die solch einen Heroismus einschüchtern könnten!

Die vielversprechende Jugend der meisten Gefallenen erinnert uns an die Verse von Martí an die acht Medizinstudenten, die 1871 von der spanischen Metropole ermordet wurden: „Geliebte Leichen, die ihr einst Träume meines Vaterlandes wart”. Alles, was wir über ihre persönlichen Geschichten wissen, über die Liebe und Tapferkeit, die ihre Taten auszeichneten, über das Engagement, die Hingabe und die Entschlossenheit, mit der sie in den Kampf zogen, macht den Schmerz noch stechenderr; einen Schmerz, der den Patriotismus und die Großzügigkeit der Kubaner nicht mindert, sondern noch mehr hervorhebt (Beifall und Ausrufe: „Es lebe!“).Heute hat die unübertreffliche Definition Martís:„Vaterland heisst die Menschlichkeit“, 32 neue Gesichter, 32 neue Geschichten.

Sie verteidigten nicht nur die Souveränität Venezuelas, Präsident Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores, sondern auch die Menschenwürde, den Frieden und die Ehre Kubas und unseres Amerikas. Sie waren das Schwert und der Schild unserer Völker gegen das Vordringen des Faschismus.Und sie werden für immer ein Symbol sein, ein Beweis dafür, dass es kein kleines Volk gibt, wenn seine Würde so unerschütterlich ist! (Beifall)

Danke für euren Mut und euer Vorbild, Genossen! (Beifall.)

Wir umarmen heute ihre Angehörigen, Mütter, Väter, Ehefrauen, Kinder, Enkel, Geschwister, Großeltern, ihre Waffenbrüder und ihre Freunde. Der Schmerz lässt sich nicht teilen, sagte der Comandante en Jefe in seiner Trauerrede für die Märtyrer von Barbados. „Der Schmerz vervielfacht sich. (...) Und wenn ein energisches und männliches Volk weint, zittert die Ungerechtigkeit!“ (Beifall und Rufe: „Die Ungerechtigkeit zittert!“) Silvio sang damals: „Die Ungerechtigkeit soll zittern, wenn das kämpferische Volk Fidels weint“.

Kuba droht nicht und fordert nicht heraus! Kuba ist ein Land des Friedens! Hier in Havanna wurde vor zwölf Jahren auf kubanische Initiative hin während des II. CELAC-Gipfels Lateinamerika und die Karibik zur Zone des Friedens erklärt, eine Errungenschaft, die durch den faschistischen Schlag in Venezuela brutal zunichte gemacht wurde.

Diese Friedensbereitschaft schmälert in keiner Weise die Bereitschaft zum Kampf zur Verteidigung der Souveränität und territorialen Integrität. Sollten wir angegriffen werden, würden wir mit derselben Wildheit kämpfen, die uns mehrere Generationen tapferer kubanischer Kämpfer seit den Unabhängigkeitskriegen im 19. Jahrhundert, der Sierra Maestra, dem Untergrundkampf und Afrika im 20. Jahrhundert bis hin zu Caracas in diesem 21. Jahrhundert vererbt haben. Eine Kapitulation oder ein Nachgeben ist ebenso wenig möglich wie eine Einigung auf der Grundlage von Zwang oder Einschüchterung.

Kuba muss keine politischen Zugeständnisse machen, und das wird auch niemals Gegenstand von Verhandlungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten sein.Es ist wichtig, dass Sie das verstehen: Wir sind immer bereit zum Dialog und zur Verbesserung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern, aber zu gleichen Bedingungen und auf der Grundlage gegenseitigen Respekts. So ist es seit mehr als sechs Jahrzehnten.Die Geschichte wird jetzt nicht anders verlaufen!

Dem Imperium, das uns bedroht, sagen wir: Wir sind Millionen! Wir sind ein Volk, das bereit ist, im Falle eines Angriffs mit derselben Einheit und Entschlossenheit zu kämpfen wie die 32 Kubaner, die am 3. Januar gefallen sind.

Landsleute,

lasst uns gemeinsam marschieren! Und im Gedenken an ihr heldenhaftes Beispiel schwören wir:

Vaterland oder Tod!

Wir werden siegen! (Rufe: „Wir werden siegen!“)

Vaterland oder Tod!

Wir werden siegen! (Rufe: „Wir werden siegen!“)

Vaterland oder Tod!

Wir werden siegen! (Rufe: „Wir werden siegen!“)

Bis zum endgültigen Sieg! (Rufe: „Bis zum Endgültigen Sieg!“)

(Rufe: „Bis zum endgültigen Sieg!“ und „Es lebe die Revolution!“)

(Beifall)

(Embacuba Alemania-Cubaminrex-Presidencia)

 

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