Dessau, 12. Februar 2026 – Am Donnerstag, dem 12. Februar, wurde im Bauhaus-Museum in Dessau-Roßlau die Ausstellung „Soda, Linsen, Fluff” der deutschen Künstlerin Antje Schiffers und Thomas Sprenger eröffnet. An der Feierstunde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bauhaus-Bestehens nahmen die kubanische Botschafterin Juana Martínez González, der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, und weitere Vertreter aus Kultur, Politik und Wirtschaft der Region teil.
In ihrer Eröffnungsrede dankte die Direktorin der Stiftung Bauhaus-Dessau, Barbara Steiner, dem Ministerpräsidenten und der kubanischen Diplomatin für ihre Anwesenheit. Anschließend ging sie auf die Entstehung dieses Projekts ein, das im Sommer 2024 ins Leben gerufen wurde und sich mit dem Motto „An die Substanz” der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bauhaus-Bestehens verbindet. Im Zentrum der Ausstellung steht die Erkundung verschiedener Abbau- und Produktionsstätten und beleuchtet beleuchtet die globalen Verflechtungen von Ressourcen, Arbeit und Ökonomien im Zusammenhang mit diesem bedeutenden deutschen Stil. Zu diesem Zweck bereiste das Künstlerduo Zementanlagen, Flachglasproduktionen, Tagebaue und Ziegeleien in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Anatolien und Kuba.
Zu ihrer Entscheidung, nach Kuba zu reisen und die Zementfabrik „Carlos Marx” in Cienfuegos als Motiv für ihr Werk zu wählen, erklärte Antje Schiffers, dass sie im Laufe ihrer Recherchen von der Existenz dieser Anlage auf der Insel und ihrer Verbindung zu Deutschland und dem Bauhaus erfahren hätten. Da sie die Möglichkeit hatte, zwischen mehreren Zielen außerhalb Deutschlands zu wählen, um die globale Wirkung dieser kulturellen Strömung darzustellen, hielt es die Künstlerin für sehr interessant, diese Erfahrung auf der anderen Seite der Welt zu zeigen, insbesondere eine Anlage, die im Gegensatz zu vielen anderen, die stillgelegt wurden oder heute als Museen dienen, noch immer in Betrieb ist. Sie nutzte die Gelegenheit, um sich vor den Anwesenden für die Unterstützung durch die kubanische Botschaft in Deutschland zu bedanken, insbesondere bei der Botschaftsrätin für Kultur Dayana Rodríguez, die den Weg für die notwendigen Formalitäten ebnete und gemeinsam mit dem Nationalen Rat für Bildende Künste in Havanna und Cienfuegos sowie den lokalen Behörden das gesamte Programm des Aufenthalts organisierte. „Ich wurde sehr aufmerksam und hervorragend behandelt. Wir fühlten uns wie Stargäste”, erklärte sie. Außerdem wies sie darauf hin, dass eines der Werke, die der Fabrik in Cienfuegos gewidmet sind und in der Ausstellung zu sehen sind, von Alexander geschaffen wurde, einem kubanischen bildenden Künstler und Vizepräsidenten des Rates für Bildende Künste in dieser Provinz, der sie während des gesamten Programms in der Stadt in Zentrum Kubas begleitete.
Im Gespräch mit der Künstlerin dankte die Botschafterin ihr dafür, dass sie die Beziehungen zwischen Kuba und Deutschland aus dieser anderen Perspektive gezeigt habe, und betonte, dass dies einmal mehr die Bedeutung des Aufbaus und der Pflege guter bilateraler Beziehungen in allen Lebensbereichen unterstreiche und dass die Kultur sich erneut als grundlegender Weg erweise, Brücke zwischen den Völkern zu schlagen.
Die Ausstellung ist bis zum 12. Juli 2026 im Bauhaus-Museum Dessau zu sehen.
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