Botscahfterin Kubas unterstützt in Gera die Verteidigung des Friedens und trägt sich ins goldene Buch der Stadt ein

Berlin, 31. August 2026. – Die kubanische Botschafterin Juana Martínez González stattete Gera vom 28. bis 29. August einen zweitägigen Besuch ab. Dort wurde sie vom Bürgermeister Thomas Lenk (CDU) im Rathaussaal empfangen, der sie einlud, sich in das Goldene Buch der Stadt einzutragen.

In seiner Begrüßungsrede verwies der Lokalpolitiker auf die langjährigen Verbindungen zur 1994 gegründeten Regionalgruppe „Cuba Sí“ in Gera sowie auf die zahlreichen Hilfsaktionen zugunsten der Insel, die von der Organisation durchgeführt wurden. Zudem stellte er die Aufnahme von zwei kubanischen Tänzerinnen in das Tanscompanie Gera-Altenburg als Beispiel dafür vor, was Völker durch friedliche Zusammenarbeit erreichen können.

Die kubanische Diplomatin betonte ihrerseits, dass „Gera in Kuba sehr bekannt ist“, vor allem wegen der bedingungslosen solidarischen Unterstützung durch CubaSí-Gera unter der Leitung von Reiner Markgraf. Sie betonte, dass die Spuren dieser Arbeit in verschiedenen Bereichen zu finden seien, sowohl bei der medizinischen Ausstattung mehrerer Krankenhäuser des Landes als auch bei der Unterstützung zahlreicher landwirtschaftlicher Projekte oder bei den Spenden von Fahrrädern und Computern für das kubanische Gesundheitssystem. Sie sprach den Freunden Kubas in dieser Stadt, der ersten, die sie nach ihrem Amtsantritt in Deutschland besuchte, und möglicherweise der letzten, die sie als Vertreterin des karibischen Landes besuchen wird, ihren tiefen Dank aus.

Bei der Eintragung in das Goldene Buch der Stadt dankte die Botschafterin allen Freunden Kubas in Gera und für den freundlichen Empfang, den ihr die lokalen Behörden stets bereitet hatten. Sie hob die Verbindungen der Stadt zur Insel als Beispiel dafür hervor, was erreicht werden kann, wenn man Willen zusammenbringt.

Zu den Gästen des Empfangs zählten der thüringer Landtagsabgeordnete Andreas Schubert und Cornelia Müller, Vorsitzende des Stadtsverbandes und Mitglied des Stadtrats Gera, beide von der Partei Die Linke, sowie Vertreter der übrigen Fraktionen des Stadtrats.

Am Nachmittag tauschte sich Juana Martínez im Büro der Linken mit rund 30 Personen, darunter Parteimitglieder und Mitglieder von Solidaritätsorganisationen mit Kuba, über die aktuelle Lage in Kuba aus. In ihrem Vortrag und bei der Beantwortung der Fragen der Anwesenden verurteilte sie nachdrücklich die grausame Politik der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade seitens der US-Regierung, die seit Januar 2026 durch eine strenge Energieblockade verschärft wurde, die eine kollektive Bestrafung und nach internationalem Recht einen Kriegshandlung darstellt. Sie hob hervor, dass diese Politik bereits in ihrer Präambel darauf abzielt, einen Regimewechsel und das Ende des kubanischen sozialistischen Projekts herbeizuführen, indem ein Volk durch Hunger in die Knie gezwungen werden soll, dessen einziges „Verbrechen“ darin besteht, seine Souveränität und Unabhängigkeit zu verteidigen und nicht auf die Träume von Gerechtigkeit und sozialer Gleichheit zu verzichten.

Zum Abschluss ihrer Rede bekräftigte sie, dass das kubanische Volk trotz aller Schwierigkeiten standhaft bleibt und das Erbe Fidels im Jahr seines hundertsten Geburtstags nicht untergehen lassen wird.

Am Samstag, dem 29., betonte die kubanische Diplomatin im Rahmen des von der Partei „Die Linke“ organisierten Friedensfestes wie wichtig heute die Verteidigung des Friedens sei, den einzig möglichen Weg für die Entwicklung der Völker und Nationen.

Dabei stützte sie sich auf die Ideen des Comandante en Jefe, Fidel Castro, dessen Vermächtnis im Jahr seines hundertsten Geburtstags weiterhin Gültigkeit hat, und zitierte dessen Rede vom Februar 2016, in der er sagte: „Der Frieden war schon immer der goldene Traum der Menschheit und die Sehnsucht der Völker zu jedem Zeitpunkt der Geschichte. (...) Der Kampf für den Frieden ist die heiligste Pflicht aller Menschen, unabhängig von ihrer Religion, ihrem Geburtsland, ihrer Hautfarbe, ihrem Alter -ob alt oder jung.“

Abschließend besuchte sie die verschiedenen Informationsstände und tauschte sich mit dem anwesenden Publikum aus.

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