No War On Cuba: Protestwache in Berlin gegen die US-Blockade

Berlin, 15. September 2026. - Wie jedes Jahr im September beginnt die Kampagne „Unblock Cuba“, eine Initiative, die zahlreiche Solidaritätsorganisationen mit Kuba und progressive Bewegungen in Deutschland und den europäischen Nachbarländern in einer Solidaritätsoffensive vereint, um die Aufhebung der US-Blockade gegen Kuba zu fordern – als Auftakt zur Abstimmung über die kubanische Resolution vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen.

 Foto Jeannette Quaas/jW

Im Jahr 2026 haben die Organisatoren angesichts der beispiellosen Verschärfung dieser Politik gegen die Karibikinsel ihre Bemühungen zur Mobilisierung der öffentlichen Meinung verdoppelt, da es dringend notwendig ist, diesem stillen Krieg ein Ende zu setzen, der eine kollektive Bestrafung des kubanischen Volkes darstellt.

 Foto Nick Brauns/jW

So entstand die Protestwache: „No War On Cuba“, eine Aktion, die eine Woche lang, vom 12. bis zum 19. September, vor der US-Botschaft in Berlin neben dem Brandenburger Tor mit einem umfangreichen informativen, politischen und kulturellen Programm der Öffentlichkeit die brutalen Auswirkungen der von der US-Regierung gegen Kuba verhängten Sanktionen auf alle Bereiche des täglichen Lebens verdeutlichen wird.

 Foto Andra Kähler

Der Aufruf fand große Resonanz; die Initiative wird von mehr als 50 Organisationen, Parteien, Medien und Einzelpersonen unterstützt, und während der gesamten Woche werden sich Aktivisten abwechseln, damit der Stand rund um die Uhr besetzt ist. Schon Wochen zuvor waren Plakate auf Werbetafeln und in allen Berliner U-Bahn-Linien zu sehen.

 Foto Jeannette Quaas/jW

Den Auftakt bildete die traditionelle Fahrraddemo gegen die Blockade, die jedes Jahr von der kubanischen Botschaft im Prenzlauer Berg zur US-Botschaft führt. Mehr als 120 Personen nahmen an dieser Ausgabe teil, darunter Mitglieder von Solidaritätsorganisationen und in Berlin lebende Kubaner.

Um 15 Uhr begann dann die zentrale Eröffnungsveranstaltung der Protestwache auf dem Gelände, das sich über mehr als 120 Meter direkt vor der US-Vertretung erstreckt. Nick Brauns, Chefredakteur der Tageszeitung junge Welt, moderierte die Diskussion zum Thema des Tages: die Berichterstattung der deutschen Medien über Kuba. In der Podiumsdiskussion tauschen sich zudem Martin Ling von Neues Deutschland, Matthew Read von der Wochenzeitung Unsere Zeit und Fabian Goldmann, Autor des medienkritischen Buches „Staatsräzonfunk“, mit dem zahlreich erschienenen Publikum aus. Im Mittelpunkt der Debatte stand die Frage, warum das Thema Kuba in den deutschen Medien so wenig behandelt wird und wie dort die Auswirkungen der Blockade dargestellt werden.

 Foto Santiago Flores/jW

Dass es den USA seit mehr als sechs Jahrzehnten nicht gelungen ist, die kleine Insel vor der eigenen Küste unter Kontrolle zu bekommen, sollte den Menschen Hoffnung geben, so jW-Chefredakteur Brauns. Kuba sei damit auch ein Beispiel dafür, dass imperialistische Hegemonie nicht widerspruchloss hingenommen werden muss: „Kuba braucht uns, aber vor allem brauchen wir Kuba.“

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Der erste Tag der Protestwache gipfelte in einem Konzert des Liedermachers Hans-Eckart Wenzel. Da im Hauptzelt noch keinen Strom gab, begeisterte Wenzel – der sich die Improvisationsfähigkeit der Kubaner zum Vorbild genommen hatte – die Anwesenden mit einer Begleitung auf der Akustikgitarre.

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Die ganze Woche über wird die Protestwache die Situation in Kuba in den Fokus rücken. Jeden Nachmittag ab 18 Uhr findet eine zentrale Veranstaltung statt, die mit einem Bericht direkt aus Kuba beginnt. Zentrale Themen der kommenden Tage sind: Gesundheit, Energie, Ernährung, Jugend, Gewerkschaften, Kultur und internationale Solidarität. Der Nachmittag des 16. ist ganz dem hundertsten Geburtstag des Comandante en Jefe Fidel Castro gewidmet.

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24 Stunden am Tag, sieben Tage lang, werden die Solidaritätsbewegung mit Kuba in Deutschland und die kubanische Gemeinschaft hier deutlich machen: Wir sind hier, und Kuba ist nicht allein!

 

Foto Jeannette Quaas/jW

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