Berlin, 19. Oktober 2026. – Der Sitz der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin, wo vom 16. bis 18. Oktober die Konferenz „100 Jahre Fidel Castro und die Zukunft der kubanischen Revolution“ stattfand, war zugleich Schauplatz einer Hommage an die kubanische Kultur.
Der Designer und Dozent beim kubanischen Designinstitut (ISDI) Roberto Chávez nahm an der Veranstaltung teil und präsentierte eine Auswahl von Plakaten, die er gemeinsam mit seinen Studierenden entworfen hatte. Diese sollten nicht nur das visuelle Erscheinungsbild der Konferenz prägen, sondern auch die Präsenz des Comandante en Jefe im Ideengut des kubanischen Volkes und die Tragweite seines Vermächtnisses widerspiegeln.
Im Panel „Bilder der Revolution: Kubas Plakatdrucke zwischen Kunst und Politik“ stellte Chávez nicht nur die Tradition der kubanischen Plakatkunst vor, die unter anderem durch die ikonischen Plakate zum kubanischen Kino und die visuelle Begleitung des revolutionären Prozesses und seiner Meilensteine zur Avantgarde des Designs auf der Insel geworden ist, sondern erklärte den Anwesenden auch, was die Motivation hinter jedem der ausgewählten Plakate war und welchen Aspekt des Lebens und Wirkens Fidels sie hervorheben sollten.
Eines stellte die Prämisse des Comandante dar, als er zum Volk sagte: „Ich sage dir nicht, glaube, ich sage dir, lies“, als Ausdruck der von Fidel vorangetriebenen Alphabetisierungskampagne in Kuba und der grundlegenden Bedeutung, die er der Bildung und Kultur stets beimaß. Ein anderes Plakat zeigte seinen unermüdlichen Geist durch seine Uniform und die Tatsache, dass er stets „die Boxhandschuhe anhatte“, da er seine Verantwortung bis zum bitteren Ende wahrnahm. Jene Plakate drückten die Kraft seiner Redekunst aus, wie ein Hurrikan, der die Palmen peitscht; oder seinen beharrlichen Kampf für den Frieden in Händen, die sich in Tauben verwandelt hatten. Sein Favorit war jedoch, wie der Designer erklärte, jener Entwurf – der zuletzt entworfene –, der die Symbiose zwischen José Martí und Fidel zeigte: zwischen dem geistigen Vater der Revolution, der im Jahr seines hundertsten Geburtstags nicht in Vergessenheit geraten durfte, und dem bärtigen Giganten, der seinen Traum von der Unabhängigkeit verwirklichte und die Kontinuität seines Gedankenguts verkörperte, das tief in den Wurzeln der nationalen Identität der Kubaner verankert ist. Sie alle sind Ausdruck der Präsenz und der fortdauernden Bedeutung von Fidel Castro für das kubanische Volk.
Zur Freude der Anwesenden wurden zudem dank großer Bemühungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung – als Ergebnis der Zusammenarbeit mit dem Institut für Philosophie in Havanna und den Autoren – mehrere Exemplare der folgenden Bücher gedruckt: „Ternura y tempestad: el centenario de Fidel Castro y el horizonte de la liberación nacional“ des Mexikaners Jaime Ortega Reyna; „Fidel Castro, cuando la cultura se hace trinchera“ von Antonio Barreiro Vázquez sowie „La idea de “Revolución” en Fidel Castro (1953-2006), historia intelectual de un concepto“ von Félix Valdés García – beide Forscher am Institut für Philosophie in Havanna – und „Fidel, el fuerte batir de sus alas. Vida y pensamiento que perduran “ von der kubanischen Journalistin Katiuska Blanco Castiñeira. Diese Werke wurden den Teilnehmern der Veranstaltung zusammen mit den „Gesamtwerken von Fidel Castro“, die vom Zentrum „Fidel Castro Ruz“ in digitaler Form zusammengestellt wurden, zur Verfügung gestellt.
Während der Debatten der Konferenz wurde mehrfach die grundlegende Rolle erwähnt, die Bildung und Kultur bei der Heranbildung des „kritischen revolutionären Subjekts“ spielen, wie es Georgina Alfonso González, Direktorin des Instituts für Philosophie in Havanna, bezeichnete. Sie hob hervor, dass es gerade Fidel war, der stets betonte: „Nur durch Bildung und Kultur kann man sich eine eigene Meinung bilden“, und dass er auf dieser Prämisse ein revolutionäres Programm konzipierte, das den universellen und umfassenden Zugang der gesamten Bevölkerung zu Bildung und Kultur stets einen hohen Stellenwert eingeräumt hat – unverzichtbare Waffen, über die das kubanische Volk heute verfügt und die es in seinem aktuellen Kampf des kreativen Widerstands stärken, angesichts einer brutalen Politik der wirtschaftlichen Erstickung und kollektiven Bestrafung, die ihm von der Regierung der Vereinigten Staaten auferlegt wird; denn wie der Comandante ebenfalls bekräftigte: „Die Kultur ist Schild und Schwert der Nation“ und „ohne Kultur ist keine Freiheit möglich“.
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